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Veränderung |
Datum/Zeit |
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12,30 € |
-0,10 € |
-0,81 % |
17.04/17:35 |
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| ISIN |
WKN |
Jahreshoch |
Jahrestief |
| DE0007042301 |
704230 |
- € |
- € |
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RHÖN-KLINIKUM kaufen 03.12.2007
Bankhaus Lampe
Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Leslie Iltgen, Analystin vom Bankhaus Lampe, empfiehlt die Aktie von RHÖN-KLINIKUM (ISIN DE0007042301 / WKN 704230) unverändert zu kaufen.
Trotz der erschwerten Rahmenbedingungen gelinge es dem Unternehmen, Umsätze (9M: +5,93% auf 1,512 Mio. EUR) und Ergebnis (+23,96% auf 86,9 Mio. EUR vor Minderheiten) weiter zu steigern. EBITDA und EBIT hätten sogar deutlicher zugelegt als der Umsatz (9M: +15,99% auf 188,1 Mio. EUR bzw. +11,07% auf 122,7 Mio. EUR).
Die Belastungen in Höhe von rund 39 Mio. EUR in 2007, bedingt durch die Erhöhung der Umsatzsteuer, die Einführung eines Sanierungsbeitrages und Tarifauswirkungen im ärztlichen Dienst, würden überkompensiert. Zur positiven Geschäftsentwicklung würden neben der weiter steigenden Patientenzahl auch Leistungsausweitungen und Restrukturierungserfolge bei Neuakquisitionen, Bestandskliniken, medizinischen Versorgungszentren und Servicegesellschaften beitragen.
In den mittlerweile 46 zum Konzern gehörenden Kliniken habe die Patientenzahl in den ersten neun Monaten um 12,3% auf 1.165 138 gesteigert werden können. Der Großteil entfalle dabei mit 83% auf den ambulanten und rund 17% auf den stationären Bereich. Bereinigt um Konsolidierungseffekte sei ein internes Wachstum von 2% verblieben. Neben der reinen Patientenzahl nehme auch der Schweregrad der Erkrankung zu.
Mit Veröffentlichung der Neunmonatszahlen habe das Unternehmen eine Nettofinanzverschuldung in Höhe von 474,2 Mio. EUR ausgewiesen. Das Eigenkapital betrage 786,0 Mio. EUR. Die freien Kreditlinien (derzeit rund 200 Mio. EUR) in Verbindung mit den bei der Hauptversammlung genehmigten Kapitalmaßnahmen würden auch künftiges Wachstum mittels weiterer Akquisitionen ermöglichen. Einem weiteren Wachstum und damit Ausbau des Marktanteils in Deutschland auch mittels Akquisitionen stehe damit nichts im Wege.
Derzeit liege der Marktanteil der RHÖN-KLINIKUM AG bei rund 8%. Im Fokus der künftigen Akquisitionstätigkeit dürften auch weiterhin Krankenhäuser stehen, die aus regionalen Gesichtspunkten gut ins Portfolio passen würden oder etwa zu einem vielversprechenden Kompetenzzentrum ausgebaut werden könnten. Nach den gesammelten Erfahrungen mit den Kliniken Gießen/ Marburg, könnte auch eine weitere Uniklinik als Akquisitionsziel infrage kommen.
Eine Erweiterung der Geschäftstätigkeit im Reha-Bereich würden die Analysten derzeit als eher unwahrscheinlich ansehen, da dieser Bereich noch stärkeren Schwankungen durch gesundheitspolitische Maßnahmen unterworfen sei. Ein Wachstum über die Grenzen Deutschlands hinaus dürfte derzeit erstmals nicht anstehen.
Die RHÖN-KLINIKUM AG werde auch künftig von drei Wachstumstreibern profitieren. Erstens seien es Akquisitionen: Der Konzern wolle sich langfristig zum flächendeckenden Versorger entwickeln und die Präsenz in der Fläche durch weitere Übernahmen ausbauen. Zweitens handle es sich um Rationalisierung und Restrukturierung: Mit dem vorhandenen Know-how und effizienten Strukturen solle der medizinische Fortschritt auch bezahlbar bleiben. Drittens seien es Innovationen: Durch innovative und neue Versorgungsangebote wolle die Gruppe die Wettbewerbsposition verbessern und die Innovationsführerschaft weiterausbauen.
Die Analysten würden sehen, dass sich die Gesellschaft in einem attraktiven Markt bewege, und auch in den nächsten Jahren eine aktive Teilnahme des Konzerns an der Privatisierung des öffentlichen Krankenhaussektors erwarten. Bei der Analyse des Zahlenwerks sei jedoch immer zu beachten, dass größere Akquisitionen die Ertragsrechnung der Gruppe in einem ersten Schritt bremsen würden. Dies sei jedoch geschäftsimmanent, da die erworbenen Häuser normalerweise unwirtschaftliche Strukturen aufweisen würden, die jedoch durch Restrukturierungen und Prozessanpassungen, wenn auch nicht in den ersten Monaten, so aber doch vergleichsweise schnell, aufgefangen werden könnten.
Für die Uniklinik Gießen/Marburg etwa würden die Analysten ab 2012 mit weiteren deutlichen Margenverbesserungen rechnen, sobald der Neubau auch voll in Betrieb sei. Trotz des jüngsten Dämpfers durch die mit 0,64% niedriger als erwartet ausgefallene Grundlohn-Veränderungsrate (ursprünglich erwartete 1,1%) wolle der Konzern auch im kommenden Geschäftsjahr das Konzernergebnis zweistellig steigern. In ihren Schätzungen würden die Analysten von einem Umsatzplus in Höhe von 4% auf rund 2,1 Mrd. EUR und einem Konzernergebnis in Höhe von knapp 126 Mio. EUR (nach 112 Mio. EUR in diesem Jahr, vor Anteilen Dritter) ausgehen, was einem Zuwachs von 11,3% entspreche.
Die Analysten vom Bankhaus Lampe raten die Aktie von RHÖN-KLINIKUM weiterhin zu kaufen. Das Kursziel werde nach wie vor bei 25,00 Euro gesehen. (Analyse vom 03.12.2007) (03.12.2007/ac/a/d)
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